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Dünenschönheit mit einsamen Wanderwegen
oder Schicki-micki- Treff im Champagner-Bistro? Hort nordfriesischer
Kultur und Tradition oder Badestrand für Tausende? Sylt ist
von alledem etwas - und vieles mehr. Auf dem langgestreckten Eiland
an der dänischen Grenze kann man auch kulinarischen Freuden
frönen, Sport jeglicher Art betreiben, in vorzüglichen
Hotels wohnen oder die Attraktionen des Nationalparks Wattenmeer
erleben.
Diese Vielfalt hat den Vorposten in der Nordsee - zumindest in
den heimischen Breiten - zur Lieblingsinsel der Deutschen gemacht.
Dass über der Insel selbst dann oft die Sonne scheint, wenn
über dem benachbarten Festland dichte Regenschauer niederprasseln,
kommt hinzu. All das hat nur einen Nachteil: Sylt ist oft ausgebucht.
Wie gut, dass Reisebüros oft Zugriff auf spezielle Zimmerkontingente
haben.
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Hauptort der Insel ist Westerland, etwa
in der Mitte zwischen Hömum an der Südspitze und List
nahe der Nordspitze der Insel. In Westerland endet auch die Bahnlinie,
die Sylt mit dem Festland verbindet. Der Hinden- burg-Damm, über
den die Gleise füh- ren, macht die Anreise komfortabel und
unabhängig von den Gezeiten, an die sich einst die Fäihrschiffe
halten mussten. Heute können die Personen- und Autoreisezüge
die Insel selbst bei Sturm erreichen. Westerland bietet alles,
was man für einen erholsamen Ferienaufenthalt braucht. Aber
die vielen Stammgäste haben ihren Lieblingsort. Beispiels-
weise Kampen, das bevorzugte Ziel der Stars und Sternchen. Oder
das dank seiner Reetdachhituser schmucke Keitum, in dem auch viele
Kunst- handwerker ihre Ateliers eingerichtet haben.
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Keitum liegt an der Ostküste Sylts. Dort
an der Wattseite geht es sehr viel ruhiger und gemächlicher
zu als an der bekannteren Nordseeseite im Westen. Aber selbst
dort, wo die großen Wogen auf die Striinde zurollen und
die Windsurfer eines ihrer weltbesten Reviere gefunden haben,
muss man meist nur einen oder zwei Kilometer strandauf oder strandab
schlendern, um einen Badeplatz fernab des Trubels zu finden. Das
gilt auch für jene Orte, an denen sich die Inselbesucher
textilfrei sonnen oder baden können: FKK hat auf Sylt eine
lange Tradition. Bereits um 1850 empfahl ein einheimischer Arzt,
ohne die - damals allerdings noch sehr viel voluminöseren
- Badegewänder in die heilsame Nordsee zu steigen.
TRAVELNEWS 2/2001
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